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Gemeinsam für die Sicherheit - NWZ Artikel vom 19.02.2015

Tischlerei Sandkuhl engagiert sich für Arbeitsschutz.

Der Betrieb erhält zum zweiten Mal das Gütesiegel „Sicher mit System“. Zertifikat gilt für drei Jahre.

„Gerade beim Thema Arbeitsschutz spielt Kommunikation eine wichtige Rolle“, sagt Kirsten Kanert, Sicherheitsbeauftragte in der Ganderkeseer Tischlerei Sandkuhl. Daher berücksichtige man im Betrieb gerne die Wünsche und Vorschläge der Mitarbeiter aus der Werkstatt. Und das ist nur einer der Gründe, warum der Betrieb am Dienstagvormittag zum zweiten Mal das Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten hat.

Rolf Woyzella von der Betriebsgenossenschaft Holz und Metall überreichte das Zertifikat an Geschäftsführer Carsten Wichmann, Sicherheitsbeauftragte Kirsten Kanert und die externe Sicherheitsfachkraft Hans-Heinrich Post. Dieses gilt nun für die kommenden drei Jahre. „Danach wird der Betrieb von der Berufsgenossenschaft gefragt, ob er das Zertifikat erneuern will“, erklärt Woyzella. Falls ja, stehe dann eine erneute Überprüfung der Sicherheitsverhältnisse im Arbeitsumfeld an – inklusive der Befragung einiger Mitarbeiter der Tischlerei.

Wesentliche Bestandteile eines Betriebs mit diesem Gütesiegel seien dabei der Nachweis einer medizinischen Versorgung sowie einer guten Kommunikation zwischen Angestellten und der Geschäftsführung, so Woyzella. „Sicherheit mit System bedeutet, dass der Arbeitsschutz nicht allein an einer Person hängt.“

Deshalb befasst sich bei der Tischlerei Sandkuhl neben der Sicherheitsbeauftragten und der externen Sicherheitsfachkraft auch ein Sicherheitsausschuss mit den zu treffenden Entscheidungen: „Zum Ausschuss gehört die Geschäftsführung, die Sicherheitsbeauftragte, die externe Sicherheitsfachkraft, unser Betriebsarzt und ein Vertreter aus der Werkstatt. Einmal im Vierteljahr kommen wir zusammen“, erklärt Kanert. Ein Vorteil dieses Ausschusses sei vor allem, dass sich anschließend jeder mit der Entscheidung identifizieren könne. Darüber hinaus engagiert sich Geschäftsführer Wichmann auch für das persönliche Wohlbefinden der Mitarbeiter: „Wenn sie familiäre Probleme haben, dann können wir da immer drüber reden – in dieser Hinsicht sind wir eben noch ein kleiner Familienbetrieb“, verrät er. Und ganz familiär veranstalten die Mitarbeiter der Tischlerei auch regelmäßig private Treffen im Zeichen der Gesundheit: „Mal holen wir einen Gesundheitsexperten in den Betrieb, und manchmal treffen wir uns zum gemeinsamen Kochen nach der Arbeit“, sagt Kanert. Wenn dieses Sicherheitssystem auch noch in den kommenden drei Jahren in dieser Form Bestand hat, wird sich die Tischlerei auch 2018 noch ein „sicherer“ Betrieb nennen können.  

Artikel von Désirée Senft | NWZ online

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